50 Jahre für Familien

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50 Jahre für Familien

Husum – Die Familienbildungsstätte feierte Geburtstag: Seit nunmehr 50 Jahren gibt es sie in Husum, grob geschätzt dürften ein halbe Million Menschen sie in dieser Zeit besucht haben, rechnete Geschäftsbereichsleitung Heike Beyer vor. Sie begrüßte in den Räumen der Woldsenstraße zahlreiche Gäste, unter ihnen Familienminister Heiner Garg (FDP).

Angefangen hat es als Mütter- und Elternschule

„Bildung heißt nicht nur etwas lernen, sondern auch etwas Entwickeln – etwas entstehen lassen“, sagte Heike Bayer in ihrer Begrüßung. Die Begleitung in der Phase der Bildung einer Familie sei „eine tolle Aufgabe.“ Am 17. Oktober 1969 gründeten Mitglieder der Evangelischen Frauenhilfe husum in der damaligen Pestalozzischule die „Mütter- und Elternschule“. Sie wollten einen Ort für Familien schaffen und betraten damit Neuland: Flächendeckend gab es diese Institutionsform damals noch nicht. Heiner Garg verstärkte das: „Als diese Institution geschaffen wurde, war Familienpolitik noch ein Nischenthema.“ Das sei heute zum Glück anders. „In den Familienbildungszentren geht es um die Keimzelle der Gesellschaft – die Familie. Es geht um das Lösen von konkreten Problemen und um die Stärkung des Einzelnen, seine Lebenssituation selbstständig zu meistern und Verantwortung für sich und andere übernehmen zu können.“

Grußworte sprachen auch Bürgermeister Uwe Schmitz, Propst Jürgen Jessen-Thiesen und Stefan Krüger als Aufsichtsratsvorsitzender des Diakonischen Werks Husum, das Träger der Einrichtung ist. Doris Kratz-Hinrichsen überbrachte Grüße vom Diakonischen Werk Schleswig-Holstein. Daniel Thomsen und Peter Raben bedankten sich musikalisch mit dem Lied „Über sieben Brücken musst du gehn“ für die gute Zusammenarbeit. Ute Birckner von der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen (EAF) ain Thüringen stellte abschließend das Projekt „Gekniggte Eltern“ und lud das Publikum zum Mitdenken und Mitfragen ein.

Info: Die Familienbildungsstätte bietet Familien auf sehr unterschiedliche Art und Weise Begleitung und Unterstützung . Sie ist ein Ort, an dem sich Menschen treffen, gegenseitig stützen, Begleitung und wenn nötig, Hilfe erfahren. „Familie“ wird dabei weit gefasst, so dass Menschen von vor der Geburt bis ins hohe Alter willkommen sind. Für diesen Gedanken steht insbesondere das Familienzentrum mit seiner Lotsenfunktion in Viöl und Tönning sowie das Mehrgenerationenhaus, ein Projekt des Bundesfamilienministeriums. (Quelle: fbs-husum.de)