Klimaschutz: Auf dass den Worten Taten folgen

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Klimaschutz: Auf dass den Worten Taten folgen

Auf dass den Worten Taten folgen: Die Synode des Kirchenkreises Nordfriesland hat beschlossen, zum September einen Mitarbeiter, beziehungsweise eine Mitarbeiterin für das Klimaschutzmanagement und das Energiecontrollierung einzustellen. Ziel soll sein, CO2-Emissionen sowie den Energiebedarf zu senken.

Klimaschutz und Gerechtigkeit ernst nehmen
77 von 99 Synodalen waren ins Christian Jensen Kolleg gekommen und beschäftigten sich intensiv mit Fragen von Mobilität, Landbewirtschaftung, Beschaffung und Gebäudemanagement. Auch der CO2-Verbrauch der Synode selbst war Thema: Die Jugend-Delegierten ermittelten anhand eines Fragebogens den Verbrauch und unterbreitete Vorschläge, wie dieser zu senken sei. Im Lutherhof war ein „Markt der Möglichkeiten“ aufgebaut, dort präsentierten Gemeinden und Einrichtungen Projekte und Ideen. Neben Projekten zu Artenschutz und Artenvielfalt fand sich auch ein Stand des Stadtmarketings Niebüll zur Fair-Trade-Town sowie nordkirchliche Angebote. Hans Pahl-Christiansen, Leiter der Husumer Horizonte, informierte über Gemeinwohl-Ökonomie, zurzeit arbeitet die Einrichtung an ihrer Zertifizierung. Über Möglichkeiten regionaler, ökologischer, nachhaltiger, fairer und sozialer Beschaffung von Kirchenbedarf informierte Kay-Uwe Brodersen, der die Servicestelle Beschaffungsportal der Nordkirche leitet. Ab Juni wird das Portal online sein und differenzierte Möglichkeiten bieten, um den Einkauf nach diesen Kriterien zu optimieren. Im Kirchenkreis gibt es 365 Kirchgebäude, Pastorate, Gemeindehäuser und Kitas, deren energetische Sanierung oder effizientere Nutzung eine Mammutaufgabe sein wird. Herausfordernd ist ebenfalls das Thema Mobilität im Flächenland Nordfriesland, hier gehen Lösungsvorschläge in Richtung einer Mitfahr-App, die die effizientere Nutzung von Fahrgemeinschaft erleichtern soll. Auf den Klimaschutzmanager kommt die Aufgabe zu, Daten zu sichten und auszuwerten und so zu praktikablen Vorschlägen für Gemeinden und Einrichtungen zu kommen, die der Nachhaltigkeit und der Bewahrung der Schöpfung dienen.

“Es ist ganz klar, dass wir etwas tun müssen”
Mit der Themensynode griff der Kirchenkreis Nordfriesland sein Vorjahresthema „Guten Morgen, aufgeweckt die Schöpfung gestalten“ auf. „Es ist ganz klar, dass wir etwas tun müssen“, sagte Synodenpräses Carl-Heinrich Feddersen und griff damit das neue Jahresthema „Anders handeln“ auf. In Arbeitsgruppen sammelten die Synodalen Ideen und Vorschläge, was konkret in Nordfriesland getan werden kann, um die Ziele von Klimaschutz und Nachhaltigkeit umzusetzen.

Synode hält am Pfarrstellenstrukturplan von 2010 fest
In ihrem Bericht als Vorsitzende des Kirchenkreisrats hob Pröpstin Annegret Wegner-Braun hervor, wie beeindruckt sie von der gottesdienstlichen und spirituellen Vielfalt im Kirchenkreis sei. Dennoch seien Strukturanpassungen und Regionalisierungen angesichts des bevorstehenden Wandels unerlässlich.
Daraus ergab sich ein weiteres Thema der Synode: die Umsetzung des Pfarrstellen-Strukturplans. Bereits im Jahr 2010 hatte die Synode ihn beschlossen. Demnach soll zum Beispiel die zweite Pfarrstelle Wyk auf Föhr künftig nur noch mit 50 Prozent besetzt werden. Grund sind nicht allein schwindende Finanzmittel, sondern auch der zu erwartende Einbruch an Pastorinnen und Pastoren. Schon jetzt ist klar, dass 2030 nicht mehr jede Pfarrstelle besetzt werden kann, weil schlicht der Nachwuchs fehlt. Die Synode beschloss mit deutlicher Mehrheit, an den Beschlüssen von 2010 festzuhalten. St. Nicolai in Wyk wird demnach mit 1,5 Pfarrstellen statt bisher zwei ausgestattet sein Auch die Nordkirche habe das Thema der zukünftigen Pfarrstellen-Besetzungen bearbeitet, berichtete Andreas Hamann als Landessynodaler. Bei ihrer jüngsten Tagung habe sie ein Strukturanpassungsgesetz für die Steuerung des Personalbestandes und des Personalzugangs bearbeitet, das hinsichtlich der knapper werdenden Ressource Pfarrpersonal für Verteilgerechtigkeit sorgt. Ohne dieses Gesetz würden ländliche Kirchenkreise ins Hintertreffen geraten, betonte er.

Nachwahlen für die Frauenarbeit
Nachwahlen gab es für den synodalen Ausschuss für Frauenarbeit: Gewählt wurden Keike Lenz von Nordstrand und Matina Wippermann aus Rantrum.

Frühjahrs-Synode