Landesbischöfin im Garten der Sinne

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Landesbischöfin im Garten der Sinne

Breklum – Ob die Landesbischöfin nicht Teil der Gottesperle werden und eine Pflanze aus ihrem Garten in den Perlen-des-Glaubens-Garten setzen möge? „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“, dachte sich Claudia Hansen von der Evangelischen Frauenarbeit im Kirchenkreis Nordfriesland, die wusste, dass Kristina Kühnbaum-Schmidt dieser Tage in Breklum sein würde. „Mit Garten kriegen Sie mich immer“, antwortete diese. Und tatsächlich: Die Landesbischöfin brachte einen Frauenmantel mit und gab ihm mit sichtlichem Vergnügen eine neue Heimat in Nordfriesland.

Eigentlich war Kristina Kühnbaum-Schmidt im Christian Jensen Kolleg (CJK) unterwegs. Dort hatte sie einige Aufgaben, unter anderem die Leitung der Vollversammlung des Zentrums für Mission und Ökumene. Aber zwischendurch ließ sie es sich nicht nehmen, sich den neuen Garten der Sinne – ein Teil von ihm ist der Perlen-des-Glaubens-Garten – zeigen zu lassen und ihn feierlich einzuweihen. „Es ist mir eine große Ehre“, sagte sie und stellte das Breklumer Naturprojekt in den großen Zusammenhang von globalen Zusammenhängen und internationalen Kontexten.

Der Garten der Sinne befindet sich hinter dem Martineum und ist öffentlich zugänglich. Hier wachsen Möhren und Tomaten, Mangold, Spitzkohl und Kartoffeln. Eine Streuobstwiese ist umgeben von bunten Wiesenblumen, dazwischen immer wieder „Haufen“, denn die sind, so erklärte Umweltpädagogin Runa Brunk, Super-Lebensräume. Eine Photovoltaik-Anlage wird das CJK mit Strom versorgen, das Regenwasser des Bildungszentrums wird in einer Zisterne für die Bewässerung des Gartens aufgefangen. Schulklassen, Konfirmandengruppen und natürlich Besucherinnen und Besucher des CJK können hier lustwandeln und sich über naturnahes Gärtnern informieren. Mit Lotterie-Mitteln, Fördergeldern aus der Aktivregion und viel Ehrenamt, zum Beispiel von der Mittwochsrunde, wurde hier eine kleine Oase geschaffen. Und die Bischöfin: Die hörte aufmerksam zu, nickte und freute sich. Und freute sich noch ein bisschen mehr, als sie zum Schluss selber einen Apfelbaum pflanzen durfte – fachkundig begleitet von Gärtner William Flor.

Der Perlen des Glaubens Garten ist 10 mal 10 Meter groß. Aus der Mitte heraus führen kleine Wege zu den einzelnen Perlen und ihren spirituellen Anregungen. „Wir wollten Natur-Aspekte mit Spiritualität verbinden“, sagt Claudia Hansen. Der Frauenmantel der Landesbischöfin ist eine von vielen Pflanzen aus vielen Gärten und wird kleiner Teil des großen Ganzen sein – so ist es gewünscht und gewollt.