Regine Boysen geht nach Flensburg

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Regine Boysen geht nach Flensburg

St. Peter-Ording – 23 Jahre war Regine Boysen Pastorin in St. Peter-Ording. Nun wagt sie noch einmal den Sprung: Zum 1. November wechselt sie nach Flensburg, „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, wie sie sagt. Sie hat die Gemeinde geprägt. Und die Gemeinde hat sie geprägt. Nun beginnt noch einmal etwas ganz Neues.

Theologie und Pfarramt hängen für sie zusammen

Dabei ist sie eigentlich Flensburgerin: Hier kam sie 1962 zur Welt, erlebte christliche Jugendfahrten nach Skandinavien mit dem Nordelbischen Gemeindedienst und genoss in der Oberstufe des Gymnasiums einen Religionsunterricht, der ihr Interesse weckte und ihre Fragen ernst nahm. Die Entscheidung, ob sie Theologie studieren wolle, verband sie immer mit der Frage, ob sie auch Pastorin sein wolle. Für diese Klärung brauchte sie ein bisschen Zeit, so erzählt sie. Im Studium war sie fasziniert von der Theologie als Wissenschaft und hatte ein besonderes Interesse am interreligiösen Dialog. Durch ein ökumenisch-missionarisches Stipendium des Nordelbischen Missionszentrums hielt sie sich nach dem ersten theologischen Examen in Indien und Nepal auf und kam dort intensiv mit dem Buddhismus in Berührung. Nach dem Vikariat in der Domgemeinde Schleswig trat sie die erste Pfarrstelle in Hamburg-Langenhorn an.

Viele Veränderungen hat sie mitgestaltet

1996 kam sie nach St. Peter-Ording. „Damals waren wir noch zu dritt in der Gemeinde“, sagt sie nachdenklich. Sie hatte Pastor Hans-Peter Honecker als direkten Kollegen in St. Peter. Und in den Kliniken war ebenfalls ein Theologe mit ganzer Stelle beschäftigt. Ihre beiden Kinder Anne-Sophie und Anselm kamen zur Welt und wurden hier groß. Viele Veränderungen kamen auf die Theologin zu: Die zweite Pfarrstelle wurde, nachdem Hans-Peter Honecker in den Ruhestand eintrat, nur noch zu 50 % besetzt. Die Kirchengemeinden St. Peter-Ording und Tating fusionierten und müssen sich jetzt 1,5 Stellen teilen. Es ist viel Verwaltungsarbeit geworden.

Mit der Kirchengemeinde St. Gertrud hat sie sich bewusst für eine Einzelpfarrstelle mit regionaler Zusammenarbeit entschieden. Sie freut sich auf diese neue Herausforderung, die noch mal eine andere Akzentsetzung ermöglicht. Dass ihr Sohn Anselm, der das Down-Syndrom hat, in Flensburg gut gefördert wird und neue Freunde findet, hofft sie von ganzem Herzen. Anne-Sophie wird erst einmal in St. Peter-Ording bleiben und ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren.

Die Gottesdienste waren das Highlight

Die Arbeit in St. Peter war interessant und vielfältig, erzählt die Theologin. Mit manchem Gast habe sie Freundschaft geschlossen. Sicher werde sie dem Kurort verbunden bleiben. „Ich liebe die Landschaft hier“, sagt sie, „und die Gottesdienste.“ Jeden Sonntag vor voller Kirche predigen zu dürfen, ist wirklich ein Geschenk und eine geistliche Bereicherung.

Am Sonntag, 29. September, heißt es nun Abschied nehmen. „Wir wollen ihr für ihr segensreiches Wirken danken“, schreibt der Kirchengemeinderat in der Einladung. Beginn ist um 14 Uhr in der Kirche St. Peter in St. Peter-Ording Dorf. Anschließend gibt es einen kleinen Empfang im Gemeindehaus. Die Gemeinde freut sich über Anmeldungen bis zum 20. September unter 04863/2260 oder 04863/95145 oder per Mail ev.kirchen-st.peter-ording@t-online.de.