Spiritualität hat viele Gesichter

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Spiritualität hat viele Gesichter

Breklum. Unter dem Motto „Da wohnt ein Sehnen tief in uns“ stand der Frauenkirchentag im Christian-Jensen-Kolleg in der Kirchenstraße in Breklum. Die Referentin für Frauenarbeit, Claudia Hansen, konnte über 80 Frauen begrüßen, die gemeinsam, losgelöst von der eigenen Konfession, spirituelle Impulse in Workshops und Referaten erhalten wollten. Nach dem Eröffnungsvortrag von Autorin, Rednerin und Filmemacherin Christa Spannbauer zum Thema „Das Wunderbare erfahren – auf der Suche nach einer zeitgemäßen Religiosität“ konnten die Teilnehmerinnen selbst aktiv werden. Dafür standen die Workshops „Höher. Schneller. Weiter. Muss denn immer alles besser werden, um gut zu sein?“ mit Anna Ihme, Sarah Otto und Alina Jacobs, „Was uns alle eint – Mitgefühl als Grundlage einer universalen Spiritualität“ mit Christa Spannbauer, „Spirituelle Lieder aus aller Welt“ mit Carola Schlageter, „Jahreszeitenfeste“ mit Anne Riecke sowie „Achtsamkeitstraining und Einführung in das Herzensgebet“ mit Jutta Jessen-Thiesen zur Auswahl. Zum Abschluss der Veranstaltung gab es noch Gelegenheit, gemeinsam das Erlebte zu besprechen und die Eindrücke des Tages zur Musik des Duos Monadreen mit dem Klang von Flöte, Akkordeon und Violine und der Stimmen von Beate Baltzer und Karin Grunwald zu „verarbeiten“. Claudia Hansen stellte fest: „Wir haben das Thema Spiritualität gewählt, weil der Begriff überall in der Welt verwendet wird, aber immer weniger mit Kirche in Verbindung gebracht wird. Ich sehe heute viele Frauen, die regelmäßig dabei sind, aber auch sehr viele neue Gesichter. Der Frauenkirchentag ist ein voller Erfolg. Ich denke, wir haben einen Nerv getroffen.“ So empfanden es auch die Teilnehmerinnen, die fröhlich, aber auch emotional bewegt, den Tag erlebt haben. So sagte Adelheid Kunert: „Mein Körper ist ‚rund‘, voller Gesang, voller Töne und voller Begegnung.“ Petra Wiese ergänzte: „Es ist die Begegnung und das Sprechen, das gemeinsame Essen und die Stille. Es ist eine besondere Form der Gemeinschaft.“

Zum Abschluss dankte Claudia Hansen ihren ehrenamtlichen Helferinnen, ohne die solch eine Veranstaltung gar nicht möglich wäre. Für alle Teilnehmerinnen gab es als Abschiedsgeschenk einen Kompass mit auf den Weg. „Manchmal muss man sich selbst neu ausrichten“, sagte Hansen als Begründung für die Auswahl. Der nächste Frauenkirchentag wird 2021 stattfinden. Darauf freuen sich die Organisatorinnen und die Gäste schon jetzt.

Text und Bild: Petra Blume