Stark gegen Krebs!

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Stark gegen Krebs!

Nordfriesland – Es gibt niemanden, der bei dieser Diagnose nicht zusammenzuckt: Krebs. Die Zellwucherungen können lebensbedrohlich sein, und fast immer bedeutet die Krankheit einen Einschnitt in den Alltag, in die Beziehungen und in die Wahrnehmung des eigenen Selbst. „Stark gegen Krebs!“ – unter diesem Motto hat die Evangelische Frauenarbeit des Kirchenkreises Nordfriesland mit Kooperationspartnern eine Veranstaltungsreihe organisiert.

Wir reden drüber
„Wir wollen das Thema aus der Tabuzone holen“, sagt Claudia Hansen, Referentin für Frauenarbeit im Evangelischen Regionalzentrum Westküste (ERW). Gemeinsam mit dem Kreis Nordfriesland und dem Verein für Selbsthilfe und bürgerschaftliches Engagement KIBIS organisiert sie die Reihe, die schon im November 2018 mit einem Erzählcafé begann. In 2019 setzt eine Podiumsdiskussion am 22. Januar die Reihe fort. Es gehe darum, die Unsicherheit zu überwinden und sprachfähig zu werden, so Claudia Hansen. Denn die Diagnose werfe viel Unsicherheit auf, nicht nur bei den Betroffenen, sondern auch bei Partnern, Angehörigen, Freunden und Nachbarn.

Raus aus der Tabuzone
„Ich hab die Erfahrung gemacht, dass das Thema immer wieder aufploppt“, sagt sie. Sie ist bei ihren Veranstaltungen und Vorbereitungen viel im Gespräch mit nordfriesischen Frauen, mit Ehrenamtlichen und Teilnehmenden. Dabei entstehen Räume zum Nachdenken und Reflektieren, und dann ist es ganz schnell auf dem Tisch: eine betroffene Freundin, die eigene, oft lange zurückliegende Erkrankung, anstehende Vorsorge-Untersuchungen, die Einladung zur Mammografie – nicht immer ist es ein lebensbedrohendes Drama, immer aber berührt es Menschen und wirft Fragen und Unruhen auf.

Starke Podiumsfrauen
Auf dem Podium sprechen Frauen, die beruflich oder privat mit dem Thema befasst sind. Gesa Kratzmann hatte als Krankenhaus-Seelsorgerin am Klinikum Nordfriesland viele Jahre einen Schwerpunkt in der Onkologie, Dr. Silke Bertram ist Frauenärztin und Psycho-Onkologin. Birgit Encke und Christa Janusch-Hegener berichten von ihren eigenen Erfahrungen mit der Krebserkrankung. Christiane Mrowka, Sozialarbeiterin am Westküstenklinikum, hat einen besonderen Blick für die Veränderungen im Leben und im Alltag Betroffener. „Bei diesem Abend ist uns wichtig, dass man sich einerseits einfach dazusetzen und zuhören, andererseits aber auch mitdiskutieren kann, wenn man mag“, sagt Claudia Hansen. Sie moderiert die Veranstaltung gemeinsam mit Simone Ehler, Gesundheitspsychologin im Kreis Nordfriesland. Die Podiumsdiskussion beginnt am Dienstag (22.) um 19 Uhr in der Familienbildungsstätte Husum, Woldsenstraße 45. Der Eintritt ist frei, Frauen und Männer sind eingeladen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das Thema in die Mitte der Gesellschaft holen
Die Reihe geht weiter am 30. März mit einem Frauengesundheitstag. Dann gibt es Einheiten und Vorträge zum Thema Ernährung, Bewegung, Denkmuster und Entspannung. Der nächste Termin ist am 7. September der jährliche Brustkrebslauf: eine Aktion, die das Thema in die Mitte der Gesellschaft holen will. Mehr Info gibt es unter www.kirche-nf.de/frauenarbeit.