Abschluss des Sanierungsprojektes Eiderstedter Kirchen am 14. Mai mit einem Gottesdienst in Tating und einer Podiumsdiskussion in Tetenbüll
Breklum, 07.05.2026 – Erfolgreiches Ende eines Mammutprojektes: Am 14. Mai feiert der Kirchenkreis Nordfriesland den Abschluss des Sanierungsprojektes Eiderstedter Kirchen. Die Feierlichkeiten beginnen um 11 Uhr mit einem Gottesdienst mit Bischöfin Nora Steen in der St. Magnus-Kirche in Tating. Danach lädt ab 13 Uhr die Kirchengemeinde Eiderstedt-Mitte zur Podiumsdiskussion mit der Bischöfin, dem Landesbischof a.D. Christoph Meyns, Propst Mathias Lenz und dem Gemeindemanager Henry Nissen.
Zeitliche und finanzielle Ziele konnten eingehalten werden
Damit endet eines der größten Bauprojekte der jüngsten Zeit in der Nordkirche. Insgesamt 17 stark sanierungsbedürftige Kirchen, überwiegend aus dem 11.bis 13. Jahrhundert, wurden wieder unter „Dach und Fach“ gesetzt. Die Bauzeit betrug fünf Jahre, die Kosten lagen bei insgesamt 19,5 Millionen Euro. Jeweils 9,34 Millionen steuerten der Bund, die Nordkirche, der Kirchenkreis Nordfriesland und die Kirchengemeinden dazu, das Land Schleswig-Holstein gab noch einmal 500 000.
Aber auch Spenderinnen und Spender aus dem ganzen Bundesgebiet beteiligten sich bereitwillig an dem großen Sanierungsprojekt. „Wir waren und sind begeistert und dankbar über die Spendenbereitschaft so vieler Menschen. Ihnen, unseren Handwerkern vor Ort und einer guten Planung ist es zu verdanken, dass wir trotz Corona und gestiegener Baukosten sowohl zeitlich als auch finanziell unsere Ziele halten konnten“, erklärt Pastor Michael Goltz, verantwortlich für das Fundraising-Projekt „Eiderstedter Schutzengel“.
Um die Kirche in den Dörfern zu halten, braucht es viele Ideen
Auch Mathias Lenz, Propst im Kirchenkreis Nordfriesland, ist begeistert, wie schlussendlich doch reibungslos das Projekt abgeschlossen werden konnte: „Jetzt liegt es an uns allen, diese Schätze wieder mit Leben zu füllen. Denn dafür sind unsere Kirchen da – seit Jahrhunderten“.
Kirchengemeinden öffnen ihre Räume schon lange verschiedenen Gruppen, Vereine und Aktivitäten. „Wir brauchen viele Impulse, Ideen und Unterstützung, sonst können wir die Kirchen im Dorf nicht mehr halten“, so Props Mathias Lenz weiter.
Podiumsdiskussion zu neuen Ideen für unsere alten Kirchen
Welche Ideen das sein könnten, darüber diskutieren Propst Mathias Lenz, die Bischöfin im Sprengel Nora Steen, Landesbischof a.D. Christoph Meyns und der Gemeindemanager Henry Nissen aus dem Kirchenkreis Schleswig-Flensburg im Anschluss an den feierlichen Abschlussgottesdienst.
Bischöfin Nora Steen kennt die Bedeutung der Kirchen im ländlichen Raum genau: „„Sie haben für die Menschen vor Ort eine besondere Bedeutung und sind oft Ausdruck einer gewachsenen Geschichte.“ Umso wichtiger sei es jetzt, neue Möglichkeiten der Nutzung zu finden.
Nikolaikirche in Kotzenbüll bleibt weiterhin geschlossen
Besonders dringend braucht die Nikolaikirche in Kotzenbüll Ideen und Konzepte. Sie gehört zwar mit zum Kirchen-Ensemble auf Eiderstedt und wurde mit Hilfe der Baumaßnahmen vor dem Einsturz bewahrt. Die komplette Sanierung aber war von Anfang mit mindestens 4 Millionen zu teuer.
Eine Arbeitsgemeinschaft versucht nun, ein künftiges Nutzungskonzept zu erarbeiten. Das denkmalgeschützte Inventar konnte mit Hilfe einer Spende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) in Höhe von 20 000 Euro nun gesichert werden, die Kirche selbst bleibt jedoch weiterhin geschlossen.
Über den Kirchenkreis Nordfriesland
Der Kirchenkreis Nordfriesland beginnt an der dänischen Grenze und reicht in den Süden bis Tönning an der Eider. Er umfasst 56 Gemeinden in 9 Regionen mit rund 80.000 Mitgliedern. Neben den Kirchengemeinden mit ihren Aufgaben vor Ort gibt es eine große Vielfalt von kirchlichen Einrichtungen, darunter die Diakonischen Werke Husum und Südtondern, die Husumer Horizonte und das Evangelische Kitawerk.
Fotohinweis:
Foto 1: St. Pankratius-Kirche in Oldenswort
Foto 2: Pastor Michael Goltz mit Schieferplatten vom Dach der St. Magnus-Kirche in Tating.
Foto: Kirchenkreis Nordfriesland